Warum die digitale Transformation ohne die Restrukturierung der IT scheitert
- Schulz & Schulz

- 15. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Digitale Ambitionen treffen auf strukturelle Realität
Digitale Transformation steht bei nahezu allen Unternehmen ganz oben auf der Agenda. Prozesse sollen automatisiert, Daten besser genutzt, Kunden digitaler angesprochen und Innovationszyklen verkürzt werden. Strategisch sind diese Ziele meist sauber formuliert – operativ jedoch bleiben viele Initiativen stecken.
Der Grund dafür liegt selten im fehlenden Willen oder Budget. Viel häufiger scheitert die Umsetzung an einer IT, die strukturell nicht auf diese Anforderungen vorbereitet ist.

"Wo Organisationen historisch wachsen, geht strategische Klarheit oft verloren." Günter Schulz, Managing Partner Schulz & Schulz
Wenn IT historisch gewachsen ist, ist sie oft nicht mehr strategisch ausgerichtet
In vielen Organisationen ist die IT über Jahre entstanden – nicht geplant. Systeme wurden eingeführt, um akute Probleme zu lösen. Zuständigkeiten haben sich mit Personen und Projekten verschoben. Was dabei fehlte, war eine klare Zielarchitektur und eine strategische Einordnung der IT.
Die Folgen sind bekannt:
heterogene Systemlandschaften
hohe manuelle Aufwände
operative Überlastung der IT
fehlende Transparenz über Leistungen und Kosten
Strategische Themen wie Automatisierung, Datenintegration oder neue digitale Services konkurrieren permanent mit dem Tagesgeschäft. Die IT reagiert – sie gestaltet nicht.
Der strukturelle Zielkonflikt der IT
Gleichzeitig steigen die Anforderungen massiv:
Fachkräftemangel
zunehmende Cyberrisiken
regulatorische Vorgaben
wirtschaftliche Unsicherheit
Die IT soll Innovation ermöglichen, Kosten senken, Sicherheit gewährleisten und den stabilen Betrieb sichern. Ohne strukturelle Veränderung ist dieser Spagat dauerhaft nicht leistbar.
Digitale Transformation scheitert in diesem Moment nicht an Technologie – sondern an der Organisation dahinter.
IT-Restrukturierung als Voraussetzung für Wirksamkeit
Eine IT-Restrukturierung ist deshalb kein technisches Optimierungsprojekt. Sie ist eine strategische Führungsaufgabe. Im Kern geht es um eine einfache, aber entscheidende Frage:
Welche Rolle soll die IT künftig im Unternehmen einnehmen?
Erst wenn klar definiert ist,
welche Leistungen intern wertschöpfend sind,
welche Leistungen besser extern erbracht werden,
und wie Steuerung, Governance und Architektur zusammenspielen,
kann IT vom reinen Betriebsfaktor zum aktiven Enabler der Transformation werden.
Fazit
Digitale Transformation beginnt nicht mit neuen Tools oder Plattformen. Sie beginnt mit Struktur. Unternehmen, die ihre IT nicht konsequent restrukturieren, bauen digitale Initiativen auf einem Fundament, das dafür nie ausgelegt war.
Wer Transformation wirklich umsetzen will, muss zuerst die Voraussetzungen dafür schaffen.
